Ruby Smaragd Diamond. So hat sie meine Freundin während der Fahrt vom Abholort nach Hause spaßes halber genannt. Ihr eingetragener Name ist „Ruby“. Wie der Rubin der wiederum abgeleitet ist von „ruber“ der Farbe Rot aus dem lateinischen. Ruby ist ein Labrador-Mischling. Zumindest wird das vermutet und die ersten Welpen Fotos scheinen dies zu bestätigen. So viel wissen wir nicht über ihr bisheriges leben. Sie ist ein Hund aus Kreta, über den Tierschutz nach Deutschland vermittelt, in diesem Fall zu uns.

Welpen Foto von Ruby das uns vor der Vermittlung geschickt wurde.

Wir haben Ruby in einer benachbarten Stadt ca. 80km entfernt in Empfang genommen. Dort kam der Tiertransport an. Normalerweise kommen die Tiere eigentlich mit einem Flugpaten ins Land. Auf Grund der aktuellen Corona Lage, wurde dieses mal jedoch ein Tiertransport auf dem Landweg engagiert. Das bedeutet die Hunde waren sehr gestresst. Nach einer kurzen Wartezeit an dem vereinbarten Treffpunkt wurde uns Ruby dann letztendlich übergeben. Es ging alles recht schnell, wir haben das mitgebrachte Geschirr, Halsband und Leine abgegeben und dann bekomme ich 10 Minuten später den total verängstigten Hund in die Arme gedrückt.

Mit dem Hund auf dem Arm und dem EU-Heimtierausweis in der Tasche machten wir uns also auf den Weg zu unserem Auto. Natürlich unter den wachsamen Augen der Tierschutzmitarbeiter die uns bis zur letzten Sekunde noch einmal darauf hinwiesen, dass wir den Hund auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen vom Arm lassen sollten geschweige denn einen Zwischenstop irgendwo für Auslauf einlegen sollten.

Am Auto angekommen, öffnete mir meine Freundin die hintere Tür, so dass ich Ruby auf den Rücksitz „bugsieren“ konnte. Sie (Ruby) war dabei nicht sehr hilfreich. Starr vor Angst schaute sie zu wie ich und meine Freundin uns ebenfalls ins Auto setzten. Sie saß sich neben Ruby und ich ans Steuer. Wir schauten uns noch einmal zufrieden mit einem breiten Grinsen im Gesicht an.

„Geschafft.“ – Nun haben wir unser neues Familien Mitglied an Board. Auf nach Hause damit alle zu ruhe kommen.

Die Fahrt nach Hause

Die Fahrt nach Hause war sehr lustig. Meine Freundin saß erst ruhig neben Ruby und streichelte sie ein wenig damit sie zur ruhe kam. Das funktionierte auch recht schnell. Vor allem nachdem Dann die Hundeleckerechen heraus geholt wurden. Da war Ruby auf einmal recht aufgeweckt und zeigte reges Interesse an allem was dahinten auf der Rückbank so passierte.

Auf unsere Stimmen reagierte sie absolut garnicht. schaute sie gerade aus dem Fenster oder in den Fußraum, und jemand sprach sie an, gab es keinerlei Regung. Nicht einmal ein Ohr zuckte. selbst wenn man es mal ein wenig „lauter“ probierte.

Aber sobald meine Freundin sich schnäuzen musste, drehte sie sich um und war total fixiert. Das testeten wir noch 1-20 mal während der Fahrt. Hauptsächlich weile mein Freundin gegen die durch das offene Fenster rein schwirrenden Pollen allergisch ist und somit stark mit ihrer Allergie zu kämpfen hatte. Aber es war auch furchtbar lustig zu sehen, wie Ruby reagiert.

Wer sich wundert warum wir denn dann das Fenster offen hatten. Das ist ganz einfach. Ruby hat „gestunken wie sau“. Wie bereits erwähnt kam sie mit einem Tiertransport aus Griechenland. In der Zeit gab es anscheinend nicht all-zuviel Frische Luft, Auslauf etc. Wir wissen nicht wie die Transport Boxen im Bulli abgestanden haben, aber allein anhand des Geruchs, konnte man es sich denken.

Willkommen in deinem neuen Heim!

Als wir endlich zu Hause angekommen waren, war Ruby Gottseidank schon ein wenig „entlüftet“. Aber glaubt mir. Der Geruch war immer noch da. Wir machten eine ganz kurze Runde durch den Garten. An der Leine. So gut es ging. Denn Sie ist absolut nicht Leinen-Führig bisher. Danach nahmen wir sie mit ins Haus und mussten Sie die Treppen hinauftragen. Denn auch Treppensteigen ist noch Neuland für sie.

In unserem „Wohnbereich“ angekommen, zog sie sich auch erst einmal zurück und ruhte sich aus. Die Zeit haben wir Ihr natürlich gegönnt. Und waren einfach nur Froh/Stolz Sie jetzt bei uns zu haben.