Das Wechselmodell, in unserem Falle mit einem wöchentlichen Wechsel, ist ja eigentlich ganz nett. Wenn das Kind damit wirklich klar kommt und sich die Eltern irgendwie „arrangieren“ können, ist es für die Eltern eine Möglichkeit gleichviel Zeit mit dem Kind zu verbringen. Damit es wirklich praktikabel ist, ist es natürlich von Vorteil wenn beide Elternteile in der selben Stadt wohnen und an einem Strang ziehen können. Denn es fängt schon bei der Schule oder zuvor dem Kindergarten Platz an. Ist die Schule für beide gut erreichbar? Oder muss eines der Elternteile jeden morgen 30 Minuten Quer durch die ganze Stadt fahren?

Beim Kindergarten war dies noch für mich der Fall. Die 4 Jahre in dem der Kleine in den Kindergarten gegangen ist, musste ich wirklich ans andere Ende der Stadt fahren. Zu der Zeit hatte ich noch arge Probleme mit der Mutter. Die Kommunikation war fast garnicht vorhanden und es wurde von Ihrer Seite alles nur zu Ihrem Gunsten bestimmt. So meldete Sie ihn damals von dem zuvor gemeinsam ausgesuchten Kindergarten ab und meldete Ihn bei einem an der für sie deutlich angenehmer zu erreichen war. Was ich dazu sage wurde nicht gefragt. Im Gegenteil. Ich wurde irgendwann von dem ursprünglich ausgewählten Kindergarten darauf hingewiesen das sein Platz anderweitig vergeben wurde, da er ja von der Mutter abgemeldet wurde. Nah vielen Dank auch. Bis wir uns um einen Schulplatz kümmern mussten, hatte sich die Kommunikation allerdings wieder ein wenig verbessert. So kam es, das wir uns für eine „Schulgemeinschaft“ entschieden, wo eine der Schulen direkt bei mir vor der Tür ist. Zu Fuß wären es vermutlich 10 – 15 Minuten. Ich muss zugeben ich fahre trotzdem meist mit Auto und verbinde den Weg mit Besorgungen oder dergleichen.

Ein anders Thema ist z.B. Hobbys. Der kleine ist aktuell 7 Jahre alt und versucht sich natürlich an allem möglichen. Fußball, Fahrrad fahren, Inline-Skates wurden ebenfalls ausprobiert. Mit mir ist er jetzt schon 2 mal Schlittschuhlaufen gegangen und hat es wirklich gefeiert. Nun steht man natürlich vor dem Problem in welchen Verein er gehen soll um z.B. Fußball zu spielen. Wir wohne an unterschiedlichen Enden der Stadt. Geht er nun in einen Verein der z.B. in der nähe seiner Schule und somit meinem Wohnort ist? Dann hätte sie jede Woche zum Training und zu spielen einen recht weiten Weg. Das ist schwer zu organisieren. In einem Verein bei ihr um die Ecke? Dann hätte ich diese Probleme und zusätzlich wären vermutlich wenige bis gar keine Freunde aus der Schule im gleichen Verein. Irgendwo in der Mitte? Da haben wir dann beide einen „mittelweiten“ Weg. Aber auch wieder das Problem mit wenig bis keine Schulkameraden im gleichen Verein.

Das sind alles Dinge über die man sich immer wieder Gedanken macht.

Ich Frage mich wie andere so etwas handhaben.